Auf meinen Wanderungen durch die Region und an meinen Wahlkampfständen verteile ich sortenfeste Bio-Tomatensamen-Kapseln.
Die Pflanzanleitung finden Sie hier. Sollten Sie dort keine erhalten haben, sende ich Ihnen gerne eine Samenkapsel zu.

Von der Saat bis zur Ernte benötigt Ihre „Rotkäppchen“-Buschtomate vier Monate. Je nach Lage des Gartens ist daher eine Freilandpflanzung bis August gut möglich – für eine spätere Tomatenaufzucht empfehlen wir ein Gewächshaus oder die Fensterbank. Bei letzterer ist der Weg bis zu Ihrem Teller auch ideal nah.

 

Pflanzanleitung für die Samenkapsel

In Ihrer Samenkapsel befinden sich Samen der Bio-Buschtomate „Rotkäppchen“. Rotkäppchen mag es warm und hell. Die kompakt wachsende Buschtomate mit den märchenhaft saftig-süßen Früchten fühlt sich auch in Töpfen und Balkonkästen wohl – und bedankt sich für etwas Pflege mit vielen dunkelroten Früchten.

Die Aussaat und Anzucht erfolgt idealweise bei einer Temperatur von ungefähr 22 Grad in einem hellen Zimmer (am besten auf der Fensterbank) oder in einem Gewächshaus. Rotkäppchen braucht neben Wärme auch Licht zur Keimung.

 

Und so geht’s:

 

Schritt 1

Füllen Sie einen kleinen Blumentopf oder eine Anzuchtschale mit Erde. Es sollte zumindest eine Schicht von 5cm sein. Feuchten Sie die Erde gut an und drücken Sie mit einem Stift oder einem kleinen Stock ein rund 2cm tiefes Loch in die Erde. Dort hinein legen Sie die Samenkapsel und bedecken diese dünn mit etwas Erde. Stellen Sie den Topf an einen warmen, hellen Ort.

Die Erde sollte feucht, aber nicht nass gehalten werden.

Die Kapsel besteht aus veganer Zellulose, die sich in der feuchten Erde bald auflöst. Bereits nach acht bis zehn Tagen begrüßen Sie die ersten Keimblattspitzen ihres Rotkäppchens. Schenken Sie ihm viel, viel Licht, dann wird es gut wachsen und auch nicht „vergeilen“ – so nennt man das vermehrte Längenwachstum von Keimlingen, die sich bis zum Umfallen gen Licht recken, weil’s ihnen da unten zu dunkel ist.

 

Jetzt wird es auch Zeit, dass Sie ihr Pflänzchen ab und an etwas ärgern. Einmal am Tag leicht anstupsen oder ein paar Minuten Wind (in der Wohnung z.B. mit einem Ventilator), fördert die Ligninbildung in den Zellwänden. Lignin ist der Stoff, der die Verholzung bei Bäumen bewirkt – und bei ihrem Pflänzchen bewirkt es eine Stärkung der Standkraft des Keimlings, es kann ein kräftiger kleiner Busch entstehen.

 

Ein Tipp: Zum Gießen kein kaltes Wasser direkt aus Bach oder Leitung nehmen. Das Wasser sollte mindestens 18 Grad haben.

 

Schritt 2

Sobald das zweite Blattpaar sichtbar wird, ist die Zeit gekommen, die Jungpflanze umzutopfen. Das wird zwei bis drei Wochen nach der Aussaat so weit sein. Dazu wird der Keimling pikiert (die kleine Pflanze wird samt der die Wurzeln umgebenen nahen Erde versetzt) und in einen größeren Topf gepflanzt. Die junge Pflanze braucht weiterhin Wärme und viel Licht. Ab Mitte Mai kann die Pflanzung auch draußen, z.B. in einem Hochbeet, erfolgen. Tomaten mögen gut gedüngte Erde – ein paar Krümel Kompost genügen. Profis reichern diesen Grunddünger mit Brennnesseljauche, Hornspänen, Pferdemist oder ein paar Bällchen Kaninchenköttel an. Weniger Experimentierfreudige verlassen sich auf einen Bio-Tomaten-Fertigdünger, den es auch mit Langzeiteffekt gibt.

 

Schritt 3

Ihr Tomatenpflänzchen mag Veränderung – die Wurzelbildung und damit die Standfestigkeit wird erhöht, wenn Sie das Pflänzchen nach 5-6 Wochen nochmals umtopfen. Dabei setzen Sie die Pflanze etwas tiefer als zuvor in den neuen Pflanzbehälter oder ins Beet, so bilden sich die haltgebenden Wurzeln nahe der Erdoberfläche. Und natürlich kann sich die schnell wachsende Pflanze mit so viel Wurzelfläche besser mit Wasser und Nährstoffen versorgen.

Durch diese Wurzelstärkung können Sie später zudem auch auf das sonst oft notwendige Anbinden der Tomatenpflanze zur Stabilisierung der Zweige des Tomatenbusches verzichten. Ein Umzug (oder auch zwei) lohnt sich also!

 

Schritt 4

Mit regelmäßigem Gießen und Düngen begleiten Sie Ihre Tomatenpflanze beim Wachsen, Blühen und dem Hervorbringen der Früchte. Ein Ausgeizen einiger zu nah zueinander wachsender Triebe hilft der Pflanze, mehr Früchte hervorzubringen – ist aber bei dieser robusten Sorte nicht unbedingt notwendig. Wer es ausprobieren möchte: Zum Ausgeizen werden einige (nicht alle, denn sonst kann die Pflanze nicht als Busch wachsen!) der Seitentriebe entfernt, die an den Blattansätzen des Hauptstammes heraus wachsen. Wählen Sie solche Triebe, die sehr nah zu anderen stehen – wenn Sie diese wachsen ließen, würden sich die Fruchtansätze später gegeneinander beim Reifen durch zu viel Beschattung und Raumnot stören. Die Triebe werden bereits herausgekniffen, wenn sie gerade so greifbar sind, dadurch entstehen nicht unnötig große Wunden.

 

Noch ein Tipp: Rotkäppchen ist etwas regenscheu. Wenn Sie die Pflanze im Freien kultivieren, so ist ein Regenschutz für Blätter und Früchte von Vorteil. Dies kann beispielsweise eine alte Glasscheibe sein oder ein ausgedientes Exemplar einer der netten durchsichtigen Kinderregenschirme. Auch beim Gießen nicht die Blätter ‚mitduschen’, sondern das Wasser direkt auf die Erde geben.

 

Bereits vier Monate nach Aussaat Ihrer Samenkapsel können Sie die ersten Tomaten ernten – und das dann viele Wochen lang. Wir wünschen einen frohen Genuss und freuen uns auf eine Rückmeldung zu Ihrem Farming-Erfolg.