Von Ulf Körbs

Prominente Hilfe für den hiesigen Grünen-Bundestagskandidaten Gerhard Zickenheiner: Landesfinanzministerin Edith Sitzmann von den Bündnis-Grünen gab ihm gestern Schützenhilfe im Rheinfelder Bürgertreffpunkt „Gambrinus“.

Rheinfelden. Sie sei an den Hochrhein auch gekommen, um klar zu machen: „Grün macht den Unterschied, hielt sie im Pressegespräch vor der Veranstaltung unter dem Motto „Auf einen Café mit …“ fest, an dem der Kandidat aber nicht teilnahm. „Vorschrift der Landesleitung“, hieß es.

Natürlich ging es insbesondere um Landespolitik, die sich auch in der grün-schwarzen Koalition als sehr gut erweise. So sei man auf dem besten Weg, den Landeshaushalt tatsächlich bis zum Jahr 2020 schuldenfrei zu machen. Und das, obwohl im kommenden Jahr die angedachten 700 Lehrerstellen doch nicht gestrichen werden sollen. „Wir haben genug Stellen, aber zu wenig Lehrkräfte“, bedauerte die Politikerin. Daher sei sie sich auch mit der Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) einig, die Einstiegsvergütung für Junglehrer wieder anzuheben.

Als eine Mammutaufgabe für die Zukunft nannte sie die Sanierung der Immobilien des Landes und die Aufstockung der Pensionskasse für Landesbedienstete.

Angesprochen auf die wahrscheinlich anstehenden Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl skizzierte Sitzmann, die Grünen wollten zunächst einmal ein gutes Ergebnis einfahren: „Wir wollen dabei mindestens die Bronzemedaille.“ Und erst danach trete man in Sondierungsgespräche ein, um auszuloten, in welcher Konstellation sich die Ziele ihrer Partei am besten umsetzen ließen: Innere Sicherheit, Bildung, Umwelt- und Naturschutz, nannte sie als Schlagwörter.

In der öffentlichen Veranstaltung, bei der tatsächlich Kaffee und Kuchen serviert wurden, sah man als Beobachter insbesondere Funktionäre der Partei, darunter Stadt- und Kreisräte, aber auch der Grünen-Landtagsabgeordnete Josha Frey.